{"id":1132,"date":"2015-10-29T19:39:19","date_gmt":"2015-10-29T18:39:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/?p=1132"},"modified":"2015-10-29T19:42:13","modified_gmt":"2015-10-29T18:42:13","slug":"die-storry-hinter-dem-bild","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/?p=1132","title":{"rendered":"Die Story hinter dem Bild &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_85013_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1133\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_85013_400.jpg\" alt=\"6D_85013_400\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_85013_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_85013_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Anfang Oktober. Bevor der Herbstregen kommt, soll es heute noch einmal gute Bedingungen geben. Ein handfester Grund um zumindest einen halben Tag noch einmal drau\u00dfen zu verbringen.<\/p>\n<p><!--more-->Die Bedingungen im Elbsandsteingebirge einigerma\u00dfen gut vorherzusagen ist eine Kunst, bei der man auch mit einiger Erfahrung oft genug daneben liegt. Es w\u00fcrde Nebel geben, soviel war klar. Wie viel und wie hoch, das ist die Frage. Da ich gleich nach dem Fotografieren ins B\u00fcro will entscheide ich mich gegen die Ziele in der Hinteren S\u00e4chsischen Schweiz. F\u00fcr mich am schnellsten zu erreichen und vor allem mit dem k\u00fcrzesten Weg zur\u00fcck nach Dresden bietet sich Rathen an. Dort kann man allerdings auch schnell mal im Nebel stehen, wenn er einen Tacken zu hoch ist. Zun\u00e4chst sieht alles gut aus, auf der Anfahrt gibt es auch nur flachen, scharf abgegrenzten Wiesennebel und so bleibt es bei meinem Ziel, auch wenn ich mehrmals \u00fcberlege, sicherheitshalber doch zum Langen Horn (meist weniger Nebel und die Felsen sind deutlich h\u00f6her) zu fahren, daf\u00fcr aber bin ich leider auch schon ziemlich sp\u00e4t dran.<\/p>\n<p>Ich entscheide mich f\u00fcr die Felsen der Kleinen Gans. Man hat damit eine ziemlich mittige Position und kann gegen die Bastei aber auch wunderbar hinunter zum Talw\u00e4chter fotografieren. Nat\u00fcrlich ist der Aufwand f\u00fcr solche Standorte, die sich nur mit Kletterei erreichen lassen, schon sehr hoch. Man mu\u00df das Kletterzeug und ein Seil zum Gipfel tragen und bei vielen Wegen, bei denen man nicht mit dem gro\u00dfen und schweren Fotorucksack klettern kann, ist auch das Aufseilen der Ausr\u00fcstung eine anstrengende und zeitraubende Sache.<\/p>\n<p>Bis auf ein einsamen Wohnmobil ist der Basteiparkplatz v\u00f6llig ausgestorben. Es ist relativ mild und trotzdem sternenklar. F\u00fcr einen ersten \u00dcberblick mache ich einen (ganz) kleinen Umweg auf die Aussicht des ehemaligen Pavillons. Von dort \u00fcberblickt man den ganzen Wehlgrund. Im Elbtal gibt es reichlich Nebel und nach Osten hin eine dunkle, leider recht hohe Nebel oder Wolkenfront. Mit warmen Morgenrot ist also eher nicht zu rechnen. \u00dcberraschend aber ist im ganzen Wehlgrund kein Nebel \u2013 hmm schade denke ich mir. Der Weg am Plattenstein vorbei und dann hinunter zur Gans ist nicht weit aber im Dunklen (ich benutze solange wie m\u00f6glich nur Rotlicht) auch anspruchsvoll. Am Einstieg zum Pelmoband hei\u00dft es dann besonders sorgf\u00e4ltig sein, die erste Stufe ist ziemlich absandend und ab dort ist der Weg auch recht exponieret. Die B\u00e4nder \u00fcber de \u201a Permolband\u2018 sind zwar sehr sandig aber immer griffig und es h\u00e4ngt auch nicht \u00fcber, auch wenn der schwere Rucksack manchmal etwas anderes zu vermitteln scheint. Zwischen Hinterem und Mittlerem Gansfels wechselt man dann, mit einigem Auf und Ab, auf die Wehlgrundseite. Dort erreicht man einen bequemen Standplatz.<\/p>\n<p>Bis hier hin ist alles noch (mehr oder weniger) Zustieg, von hier aus geht es dann nur noch mit Kletterei weiter. Der Kamin des Schusterweges (II) ist gutm\u00fctig und von angenehmer Breite. Da wo er etwas luftig ist, bietet er aber auch gute Griffe und Tritte und vor allem ist die Wegfindung im Dunkeln kein Problem. Mit dem Rucksack passt man aber nat\u00fcrlich nicht hinauf. Zum Aufseilen des Materials verwende ich einen einfachen Kunststoffsack (\u201aKartofelsack\u2018) sowas gibt\u2019s als Schutz f\u00fcr Rucks\u00e4cke auch beim Globetrotter oder f\u00fcr 1\/10 des Preises im Landwirtschaftsbedarf. Das Ganze kommt ans Ende des Seiles und ich ans andere. Beim Hinteren Gansfels ist es sehr praktisch, das man direkt an der Abseil\u00f6se herauskommt und von dort das Gep\u00e4ck nachholen kann. Und weil die Abseile allseitig \u00fcberh\u00e4ngend ist entsteht auch keine Seilreibung die den Fels sch\u00e4digen k\u00f6nnte. Ich sichere den Rucksack beim Aufseilen \u00fcbrigens immer wie einen Nachsteiger \u00fcber einen Tube (Sicherungsger\u00e4t) dadurch kann man zwischendurch gefahrlos verschnaufen. Diesmal allerdings geht es kaum weinen Meter hoch, dann h\u00e4ngt das ganze Paket unter einer kleinen Engstelle fest. Also wieder ein St\u00fcck runter und versucht nach au\u00dfen zu pendeln. Bei dritten oder vierten Versuch bekomme ich den Sack \u00fcber diese Stelle. Weiter gibt es keine Probleme und bald kommt das ganze Paket bei mir an der Abseile an. Diese befindet sich in einer kleinen engen Scharte zwischen Nord und S\u00fcdgipfel. Um auf den S\u00fcdgipfel zu gelangen mu\u00df man noch einmal zwei Meter klettern. Wobei man mit Gep\u00e4ck im leicht \u00fcberh\u00e4ngenden Gel\u00e4nde ganz sch\u00f6n ran mu\u00df. <a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84837_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1134\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84837_400.jpg\" alt=\"6D_84837_400\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84837_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84837_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tja und oben dann die b\u00f6se \u00dcberraschung: der Nebel ist gestiegen und es ist v\u00f6llig zugezogen! Zur Ersch\u00f6pfung kommt die Entt\u00e4uschung!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84881_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1135\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84881_400.jpg\" alt=\"6D_84881_400\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84881_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84881_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84909_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1137\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84909_400.jpg\" alt=\"6D_84909_400\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84909_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/6D_84909_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Der Nebel zieht, mal dicht mal noch dichter, nur selten mit kleinen L\u00fccken vom Elbtal hinauf. So nach und nach finde ich mich damit ab und es werden doch noch ein paar ungew\u00f6hnliche Fotos. Ganz selten mal ist ein Blick hin\u00fcber zur Bastei zu erhaschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kurz nach Sonnenaufgang wird es dann pl\u00f6tzlich heller und die Sonne kommt doch noch durch<\/p>\n<p>\u2026 das Gl\u00fcck der Hartn\u00e4ckigen \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Nun will ich nat\u00fcrlich doch noch auf den Mittleren Gansfels hin\u00fcber. Im Hellen und ohne Ausr\u00fcstung ist es eigentlich nur ein kleiner \u00dcbertritt \u2026 trotz der vielleicht 80 Meter die es dort hinab geht. Jetzt sichere ich mich doch gr\u00fcndlich, bevor ich den \u00dcbertritt mache und die kleine Stufe zum Gipfel hinaufklettere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang Oktober. Bevor der Herbstregen kommt, soll es heute noch einmal gute Bedingungen geben. 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