{"id":924,"date":"2014-04-03T20:00:22","date_gmt":"2014-04-03T19:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/?p=924"},"modified":"2014-04-05T16:28:39","modified_gmt":"2014-04-05T15:28:39","slug":"island-winter-2014-teil-iii","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/?p=924","title":{"rendered":"Island \u2013 Winter 2014 | Teil III"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/?p=885\">zum Teil I<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_15732_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-926\" alt=\"6D_15732_400\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_15732_400.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_15732_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_15732_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Die Eislagune J\u00f6kuls\u00e1rl\u00f3n war erst sehr sp\u00e4t zu sehen. Lange fuhr man vorher am Wall der Endmor\u00e4ne entlang. Tja, und dann war es erst mal entt\u00e4uschend, was ich vorfand. Keine gro\u00dfe Wasserfl\u00e4che, auf der Eisberge treiben, keine fotogenen Eisbl\u00f6cke am Strand. War ich hier wirklich richtig? Der Zauber der Landschaft erschloss sich erst nach und nach. Auch hier um Ufer an dem schmalen eisfreien Streifen Wasser waren etliche Fotografen unterwegs. <!--more--><a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/D7_27144_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-927\" alt=\"D7_27144_400\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/D7_27144_400.jpg\" width=\"400\" height=\"254\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/D7_27144_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/D7_27144_400-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf der Eisfl\u00e4che aalten sich ein paar Robben in der Sonne. Es war doch irgendwie v\u00f6llig anders, als ich mir das vorgestellt hatte! Langsam ging mir auf, dass der ber\u00fchmte Eisstrand auf der anderen Seite der Stra\u00dfe am Meer war. (wo eigentlich auch sonst?) Ich fuhr zun\u00e4chst westlich der Br\u00fccke an den Strand. Auch hier machte sich zun\u00e4chst Ern\u00fcchterung breit! Es lagen nur einige schmutzige Eisbl\u00f6cke weit oben am Strand. Langsam erst ging mir auf, dass wohl gerade Ebbe war und der Sturm gestern auch die Bl\u00f6cke weit den Strand hinaufgetrieben hatte. Am Ostteil des Strandes besserte sich das Bild etwas. Dort musste man nur st\u00e4ndig zusehen, keine anderen Fotografen oder deren Stativbeine ins Bild zu bekommen. Es war erst gegen drei und damit noch einige Stunden bis zum Sonnenuntergang. Ich nutzte die Zeit f\u00fcr einen kurzen Abstecher zur etwas weiter westlich gelegenen zweiten Lagune Fjalls\u00e1rl\u00f3n. <a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/D7_27169_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-928\" alt=\"D7_27169_400\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/D7_27169_400.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/D7_27169_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/D7_27169_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><br \/>\nSie war jedoch fast vollst\u00e4ndig zugefroren und nur mit viel Brennweite waren der Gletscherzunge einige Bilder abzuringen. Auf dem R\u00fcckweg wurde ich auf eine andere Piste aufmerksam und weil noch Zeit war, g\u00f6nnte ich mir einfach noch einen Hauch Abenteuer und folgte dieser Piste nach Norden. Die Strecke wand sich durch die H\u00fcgel und bei einigen Schneest\u00fccken hatte ich mit dem Auto zu tun, nicht in den Spuren der hohen Islandgel\u00e4ndewagen zu bleiben, um nicht st\u00e4ndig mit meinem, viel tiefer liegenden, Unterboden \u00fcber den Schnee\u00a0 zu schrammen. <a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_15909_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-929\" alt=\"6D_15909_400\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_15909_400.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_15909_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_15909_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><br \/>\nDie Piste f\u00fchrte am Brei\u00f0\u00e1rl\u00f3n <i>(phon. etwa: Breidorlon)<\/i> vorbei in Richtung Brei\u00f0amerkurj\u00f6kull <i>(phon. etwa: Breitham-erk\u00fc-j\u00f6kutl),<\/i> der gro\u00dfen Gletscherzunge des\u00a0 Vatnaj\u00f6kull <i>(phon. etwa: Watna-j\u00f6kutl).<\/i> Bis dorthin kam ich zwar nicht ganz, irgendwann verlort sich die Piste im Gel\u00e4nde und wurde noch rauer und es sah so aus, als w\u00fcrde sie als Zufahrt f\u00fcr die Gletschertouren dienen. Ich zuckelte und holperte also wieder zur\u00fcck. Dort g\u00f6nnte ich mir eine kurze Auszeit am Imbiss. Eine Kaffee und ein K\u00fcrbiskernbr\u00f6tchen mit Salat und Gem\u00fcse kosteten mich zusammen ertr\u00e4gliche 1000 Kronen. Dann ging es noch einmal an der J\u00f6kuls\u00e1rl\u00f3n entlang und dann diesmal gleich an den Ostteil des Eisstrandes. Inzwischen kam die Flut und umsp\u00fclte die Eisbl\u00f6cke, die nun auch strahlend blank leuchteten. Leider war die D\u00fcnung recht stark. So wie ich mir das vorgestellt hatte, mit langer Belichtung (hatte ich mir doch extra zum ND32 einen ND100 geg\u00f6nnt) funktionierte die Sache nicht. Die Eisbl\u00f6cke bewegten sich mit fast jeder Welle und damit war nat\u00fcrlich kein scharfes Bild mehr m\u00f6glich. Hier kam nun auch \u00a0wieder die Wathose zum Einsatz \u2013 eine wirklich gute Sache, nicht nur einer der anderen Fotografen musste zwischendurch einen beherzten Sprint landeinw\u00e4rts hinlegen oder bekam gleich mal nasse (und eben damit auch hundekalte) Kn\u00f6chel. Beim Versuch m\u00f6glichst tiefe Kamerapositionen zu nutzen, verfluchte ich das Fehlen eines schwenkbaren Monitors an meinen Kameras!<a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16310_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-930\" alt=\"6D_16310_400\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16310_400.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16310_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16310_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a> So hat das Fotografieren manchmal mehr etwas von Lomografie als von bewusstem Bildaufbau. (Man h\u00e4tte nat\u00fcrlich \u00fcber WLAN das Smartphone als Monitor nutzen k\u00f6nnen, das Risiko, das dabei etwas im Meer landet, war mir aber einfach zu hoch!) Kameraboden und L-Winkel bekamen auch einige Spritzer und den feinen schwarzen Lava-Kies des Strandes zu sp\u00fcren. Das alles war allerdings harmlos gegen das, was dem Stativ bl\u00fchte, als es von einer Welle umgerissen wurde und in den Sand gesp\u00fclt wurde. Salzwasser und das feine Lavagranulat sind ungef\u00e4hr die schlechteste Kombination f\u00fcr einen Getriebeneiger und alle anderen beweglichen Teile.<\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16533_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-931\" alt=\"6D_16533_400\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16533_400.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16533_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16533_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Zum Sonnenuntergang bekam die Wolkenbank im Westen kurz eine sch\u00f6ne Farbe. Auch die Berge wurden sch\u00f6n eingef\u00e4rbt, aber das lie\u00df sich mit den Eisbl\u00f6cken am Strand irgendwie nicht fotografisch verbinden.\u00a0 Gegen halb acht machte ich mich auf den Weg zur\u00fcck zum Auto und weiter zum Hotel. Das Hali Country Hotel lag nur ein paar Kilometer n\u00f6rdlich, direkt an der Ringstra\u00dfe. Als Rezeption diente die Restaurantkasse, der Empfang war aber sehr freundlich und zuvorkommend. Mein Unterkunfstgeb\u00e4ude befand sich dann aber etwa 500 m weiter. Das Zimmer war gro\u00df und modern, lediglich die Sanit\u00e4ranlage konnte da nicht ganz mithalten. Vom Automaten im Aufenthaltsbereich gab es erst mal einen Tee und dann verschwand ich mit Stativ und Wathose unter der Dusche, (Die Wathose in der Hand, nicht angezogen) um Salzwasser und den schwarzen Lavasand bestm\u00f6glich abzusp\u00fclen. Die Schnellwechselklemme knirscht und bewegt sich kein St\u00fcck mehr beim \u00d6ffnen. Sp\u00fclen, pusten tupfen und trocken f\u00f6hnen und alles soweit demontieren wie machbar, brachten mich einer funktionierenden Ausr\u00fcstung aber langsam wieder n\u00e4her. Im Hotel hatte ich zwei N\u00e4chte gebucht und so konnte ich mich etwas h\u00e4uslicher einrichten. Zum ersten mal packe ich auch den Nettop aus, um die bisher gemachten Aufnahmen zu sichern. Ich hatte genug Karten mit, um keine Karten \u00fcberschreiben zu m\u00fcssen, daher reichte mir die Einfache Sicherung auf die Festplatte des Netbooks. Leider war der Internetempfang im Zimmer etwas zickig. Die Prognose f\u00fcr einen klaren Himmel dagegen war gut und die Nordlichtprognose immerhin nicht v\u00f6llig hoffnungslos. Kurz nach 22 Uhr machte ich mich also auf den Weg zur\u00fcck nach J\u00f6kuls\u00e1rl\u00f3n, unheimlich gespannt, ob sich heute Nordlicht zeigen w\u00fcrde.<\/b><\/p>\n<p>Ich baute mich und das Stativ am Rand des offenen Wassers auf und es dauert keine 20 Minuten, bis der erste helle Schimmer schwachen Polarlichts dicht \u00fcberm nordwestlichen Horizont auftauchte. Das wurde mit lautem Ahs und Ohs entlang des Ufers und von weiter hinten an der Stra\u00dfe begr\u00fc\u00dft. Auch hier litt man keinesfalls ein Einsamkeit und mehr als nur ein Bild wurde von irrlichternden Fotografen und Touristen versaut. <a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16567_400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-933\" alt=\"6D_16567_400\" src=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16567_400.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16567_400.jpg 400w, http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/6D_16567_400-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><br \/>\nDas Nordlicht zeigte sich mehr oder weniger deutlich aber eigentlich immer kontinuierlich die ganze Nacht hindurch. Zwischen halb eins und halb zwei legte es eine Pause ein, die immerhin dazu f\u00fchrte, dass sich die Besucherzahl drastisch verringerte. Das Warten lohnte aber, danach wurde es noch einmal st\u00e4rker. Leider bleib es aber immer bei einem eher schwachen Streifen dicht \u00fcberm Horizont, kein Vergleich zu dem hellen gr\u00fcnen Licht der ersten Nacht! Ich versuchte etwas zu variieren zwischen dem 2.8 24, dass ich eigentlich meist f\u00fcrs Polarlicht verwende und dem \u00a017-40 4L. Beim Zoom war das Problem irgendwie, auf unendlich fokussieren zu k\u00f6nnen. Da kein Mond am Himmel war, war es nur m\u00f6glich, sich den hellsten Stern zu suchen und irgendwie im Liveview mit 10x Vergr\u00f6\u00dferung darauf scharf zu stellen. Die letzten Stunden stehe ich neben einem Britten und wir plauschen ein wenig \u00fcber die \u00fcblichen Foto-Hotspots in England, Namibia oder den USA. Kurz nach zwei lasse ich es gut sein und trete den R\u00fcckzug zum Auto und dann zum Hotel an.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eissner-dresden.de\/blog\/?p=941\">zum Teil IV<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zum Teil I Die Eislagune J\u00f6kuls\u00e1rl\u00f3n war erst sehr sp\u00e4t zu sehen. Lange fuhr man vorher am Wall der Endmor\u00e4ne entlang. Tja, und dann war es erst mal entt\u00e4uschend, was ich vorfand. 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